Die Kampagne setzt sich aus antifaschistischen Aktivitäten in verschiedenen Städten und Regionen zusammen. Teilweise in enger Zusammenarbeit mit anderen lokalen AntifaschistInnen, ist es das Ziel der mitarbeitenden antifaschistischen Gruppen, ein breites Engagement gegen Nazis fest in den betroffenen Städten und Regionen zu verankern.
Durch eine überregionale zeitliche Abstimmung, gegenseitige Unterstützung und eine gemeinsame Stoßrichtung wollen wir den beschränkten Rahmen der in Stadtgrenzen behafteten Politik jedoch gemeinsam überwinden.

- Kalenderwoche 24 (11. – 17. Juni)
15. Juni | VS-Schwenningen | Rap & Rock gegen Rechts | 19.30 Uhr – Einlass, 20.30 Uhr – Beginn, Jugendhaus Schwenningen
16. Juni | Geislingen / Göppingen | Aktionstag mit Infotischen und Kundgebungen | 10 Uhr – GE Forellenbrunnen, 12 Uhr – GP Untere Marktstr.
16. Juni | Villingen-Schwenningen | Zeitzeugengespräch
17. Juni | Freiburg | Kicken gegen Rassismus | 10 Uhr, Bolzplatz Urachstr./Ecke Dreikönigstr.
17. Juni | Freiburg | Kundgebung zum Prozessauftakt im Stech-Prozess | 18 Uhr, Bertoldsbrunnen

- Kalenderwoche 25 (18. – 24. Juni)
19. Juni | Göppingen | Vortrag mit Robert Andreasch | 19.30 Uhr, Stadthalle
19. Juni | Mannheim | Infoveranstaltung zur Kampagne und Demonstration in Lörrach | 19 Uhr, JUZ Friedrich Dürr
22. Juni | Leonberg | Antifaschistische Abenddemonstration | 18.30 Uhr, Bahnhof

- Kalenderwoche 26 (25. Juni – 1. Juli)
25. Juni | Stuttgart | Infoveranstaltung zur Kampagne und Demonstration in Lörrach | 19 Uhr, Linkes Zentrum Lilo Herrmann
27. Juni | Stuttgart | Kundgebung gegen die Nazikanzlei | 17 Uhr, Landgericht
27. Juni | Tübingen | Infoveranstaltung zur Kampagne und Demonstration in Lörrach | 19 Uhr – Vokü, 20 Uhr – Beginn, Hausbar Schellingstr. 6
27. Juni | VS-Schwenningen | Infoveranstaltung zur Kampagne und Demonstration in Lörrach | 19 Uhr, Jugendhaus/Politisches Café
27. Juni | Rastatt | Infoveranstaltung zur Kampagne und Demonstration in Lörrach | 20 Uhr, Art CanRobert
28. Juni | Leonberg | Kundgebung und Prozessbeobachtung | 9 Uhr, Amtsgericht Leonberg
30. Juni | Region Heilbronn | Städtetour mit Kundgebungen | 10 Uhr – Brackenheim, 11.30 Uhr – Eppingen, 13 Uhr – Sinsheim, 15 Uhr – Öhringen
30. Juni | Mannheim | Führung durch das KZ Mannheim-Sandhofen | 16 Uhr, Anmeldung bei der AJLM

- Kalenderwoche 27 (2. – 8. Juli)
2. Juli | Freiburg | Kundgebung und Prozessbeobachtung | 8 Uhr, Bertoldsbrunnen
5. Juli | Leonberg | Kundgebung und Prozessbeobachtung | 9 Uhr, Amtsgericht Leonberg
5. Juli | Freiburg | Infoveranstaltung zur Kampagne und Demonstration in Lörrach | 20 Uhr, Linkes Zentrum Adelante
7. Juli | Lörrach | Antifaschistische Demonstration, Abschluss der Kampagne | 13 Uhr, Bahnhofsvorplatz- us | 10 Uhr, Bolzplatz Urachstr./Ecke Dreikönigstr.

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Genauere Infos zu den lokalen Aktionen, sortiert nach Städtenamen:

Freiburg

  • Antirassistisches Fußballtournier
  • Kicken gegen Rassismus

    Sonntag | 17.06.2012 | ab 10 Uhr | Bolzplatz Urachstr./Ecke
    Dreikönigstr. in Freiburg

    Am 17. Juni 2012 findet ab 10 Uhr ein antirassistisches Fußballturnierin Freiburg auf dem Bolzplatz in der Urachstraße/Ecke Dreikönigstraße statt. Das Turnier wird vom Offenen Antifa Treffen Freiburg (OAT) & Region organisiert. Das OAT ist eine Initiative von verschiedenen Personen aus Freiburg und Umgebung, die etwas gegen Naziumtriebe und rechtes Gedankengut unternehmen wollen. Bei unseren regelmäßigen Treffen jeden 2. Dienstag im Monat im Linken Zentrum „Adelante!“ in Freiburg freuen wir uns immer über neue Gesichter!

    Bei unserem Fußballturnier, bei dem wir auf Fairness wert legen, wollen wir gemeinsam ein Zeichen setzen. Denn was uns bei dem Turnier einen soll, ist die Ablehnung von rechtem Gedankengut in jeglicher Form: Seien
    es mordende und prügelnde Faschisten, oder der Rassismus, dem wir alltäglich begegnen. Natürlich wird auch das leibliche und geistige Wohl nicht zu kurz kommen. Dafür werden wir bei lockerer Atmosphäre veganes
    Essen und Trinken bereitstellen, sowie einen Infostand, mit interessanten Broschüren, Flyern und Büchern herrichten, an dem ihr euch über aktuelle Themen informieren könnt. Im Anschluss wollen wir den
    Abend gemeinsam im Linken Zentrum ausklingen lassen. Das Team, welches gewinnt, wird natürlich mit einem Preis belohnt! Aber auch alle anderen werden nicht leer ausgehen.

    Habt ihr Interesse ein Team für das Turnier zu stellen? Dann schreibt uns einfach bis zum 16. Juni 2012 eine Mail (oder kommt im Linken Zentrum vorbei) mit dem Namen eures Teams an: oat-fr@gmx.de.

    Ein Team besteht aus 5 + 1 SpielerInnen. Habt ihr kein vollständiges Team aber trotzdem Lust mitzuspielen? Dann kommt doch trotzdem einfach vorbei. Vor Ort können sich auch noch spontan gruppen bilden. Wir freuen
    uns auf euer Team!

    Das Turnier findet im Rahmen der landesweiten Antifa-Kampagne „In die Offensive: Nazistrukturen aufdecken und bekämpfen!“ statt.

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    Heilbronn

    • Antifaschistische Kundgebungstour

    Kundgebungstour

    Samstag | 30.06.2012 | 10 Uhr – Brackenheim | 11.30 Uhr – Eppingen | 13.00 Uhr – Sinsheim | 15:00 Uhr Öhringen

    Es gibt kein ruhiges Hinterland! Gemeinsam und solidarisch gegen Nazis und ihre Strukturen!
    Am 30. Juni plant das Aktionsbündnis „Heilbronn stellt sich quer“ eine antifaschistische Kundgebungstour in Regionen rund um Heilbronn, um auf die lokalen Naziaktivitäten aufmerksam zu machen. So werden Kundgebungen in Brackenheim, Eppingen, Sinsheim und Öhringen stattfinden, deren Ziel es ist, klar zu machen, dass es kein ruhiges Hinterland für rechte Hetzer gibt. Denn es sind gerade meist kleinere Ortschaften und Städte in denen sich die Nazis besonders wohl fühlen.

    So holte beispielsweise die NPD im Wahlkreis Hohenlohe bei den Landtagswahlen 2011 mit 1,8% das beste Ergebnis von ganz Baden-Württemberg ein. Ebenso fanden im Hohenlohekreis das NPD-„Heldengedenken“ am 20. November 2011 und die „Wintersonnenwendfeier“ am 17. Dezember 2011 statt. Neben diesen organisierten Nazi-Aktivitäten gibt es in vielen Städten dort auch eine hohe Nazipräsenz im Alltag. So werden häufig auf Dorffesten MigrantInnen und politisch Andersdenkende bedroht und angepöbelt, außerdem gehören vielerorts Aufkleber und Schmierereien von Nazis zum Stadtbild. Teilweise sind dafür subkulturelle Nazi- „Skinheads“ verantwortlich, die hier nahezu ungestört bleiben. Ein weiteres Beispiel für die rechte Tradition in der Region Hohenlohe ist die Nazi- Rechtsanwältin Nicole Schneiders, welche aus Öhringen stammt und dort auch Ende der 90er Jahre politisch aktiv war. Bundesweit bekannt wurde Schneiders als Anwältin des mutmaßlichen „NSU“- Unterstützer Ralf Wohlleben.

    Ein weiteres Beispiel ist die Stadt Brackenheim in der Region Zabergäu. Hier wohnt Siegfried Gärttner, einer der langjährigsten Kader des Heilbronner NPD- Kreisverbandes. Er ist seit 1966 in der NPD und hat bereits zahlreiche Veranstaltungen für diese organisiert. Er ist eine wichtige Kontaktperson für die gesamte regionale Naziszene und trotz seiner menschenverachtenden Einstellung eine etablierte Person in Brackenheim, so war er über 30 Jahre lang als Jugendfußballtrainer tätig. Durch solche Personen hat sich im Zabergäu eine Nazisubkultur entwickelt die auf keinen sichtlichen Widerstand stößt. So sind teile dieser Naziszene eng mit der „Blood and Honour“- Nachfolgeorganisation „Furchtlos und Treu“ verbunden. Diese ist in den letzten Jahren kaum noch öffentlich aufgetreten, organisierte aber jahrelang u.a. eigene Fußballtuniere in Brackenheim- Haberschlacht.

    Auch im dritten Ort der Kundgebungstour, in Sinsheim, gibt es Verbindungen zu „Furchtlos und Treu“. Dort betreibt das F&T- Mitglied Michael Schill gleich zwei Versände, den „Asgard“- Versand und den Militaria- Versand „Der Panzerbär“. Er selbst ist seit Ende der 80er aktiv und war Mitglied verschiedener faschistischer Organisationen und auch in Wehrsportgruppen im Kraichgau. Seit 2010 versuchen die Faschisten auch wieder vermehrt in Sinsheim öffentliche Präsenz zu zeigen. Nach mehreren kleineren Aufmärschen 2010 und 2011 fand am 10. März 2012 erstmals eine größere Kundgebung statt wo u.a. der Bundesvorsitzende der NPD Holger Apfel auftrat. Hinter diesen Aufmärschen stecken hauptsächlich die „Freien Nationalisten Kraichgau“, welche im Stil der „Autonomen Nationalisten“ auftreten und auch zum Teil am 19. Juli 2011 in Eppingen waren, als Nazis versuchten eine Gedenkkundgebung anlässlich des 15. Todestages von Werner Weickum zu stören. Weickum war im Jahr 1996 von einer Nazi- Clique am Eppinger Bahnhof zu Tode geprügelt worden.

    Egal ob in Hohenlohe, Zabergäu oder Kraichgau, es gilt sich den Faschisten in den Weg zu stellen und sie da zu bekämpfen wo sie stark sind. Den Nazis dürfen keine Orte überlassen werden wo sie sich sicher fühlen. Mit den Kundgebungen soll ein Zeichen gesetzt werden und AntifaschistInnen vor Ort sollen ermutigt werden selbst dagegen aktiv zu werden und sich zu wehren.

    Kommt zu den Kundgebungen!
    Im Dorf, in der Stadt, überall – Kein Fußbreit den Faschisten!

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    Stuttgart und Region

  • Antifaschistische Infotische und Infoveranstaltung
  • Nazis in Göppingen

    Samstag | 16. Juni | 10:00 Uhr – Forellenbrunnen Geislingen, 12:00 Uhr – Untere Marktstraße Göppingen
    19. Juni | 19.30 Uhr – Infoveranstaltung in der Stadthalle Göppingen

    Mitte Juni planen antifaschistische Gruppen aus den Regionen um Göppingen und Stuttgart mit öffentlichen Aktionen über die aktive Naziszene im Kreis Göppingen aufzuklären und ansässige NazigegnerInnen zum vielseitigen Widerstand zu ermutigen. Zwei Kundgebungen in Göppingen und Geislingen am 16. Juni, sowie eine Infoveranstaltung in der Göppinger Stadthalle am 19. Juni sollen zur Festigung und zum Aufbau eines starken lokalen Widerstandes gegen die selbstbewusste rechte Szene beitragen.
    In der Region Göppingen hat sich in jüngster Vergangenheit einiges getan. Nachdem die faschistischen Aktivitäten im Kreis in den letzten Monaten und Jahren unbeachtet von Presse oder Stadtpolitik bedrohliche Ausmaße angenommen haben und insbesondere die sogenannten „AN Göppingen“ sich zu einer der aktionistischsten Nazi-Gruppierungen in Baden-Württemberg entwickelten, stellen sich nun verschiedene NazigegnerInnen den rechten Umtrieben entgegen.
    Die Kundgebungen und die darauf folgende Informationsveranstaltung mit dem antifaschistischen Journalisten Robert Andreasch sollen allen Interessierten Informationen zur aktuellen Situation der rechten Szene in der Region zur Hand geben und die wichtige Auseinandersetzung um die Zukunft und die Formen antifaschistischer Politik in und um Göppingen weiter anstoßen.

  • Antifaschistische Abenddemonstration und Prozessbeaobachtung
  • Gegen Nazigewalt

    Freitag | 22. Juni | 18:30 Uhr – Leonberg Bahnhof
    Donnerstag | 28. Juni | 9:00 Uhr Kundgebung / 10:00 Uhr Prozess – Amtsgericht Leonberg
    Donnerstag | 5. Juli | 9:00 Uhr Kundgebung / 10:00 Uhr Prozess – Amtsgericht Leonberg

    In der Nacht vom 11. auf den 12. März 2011 attackierten drei Neonazis in der Leonberger Altstadt jugendliche Antifaschisten. Bei diesem Übergriff schoss der stadtbekannte Faschist Sebastian E. einem der Antifaschisten aus wenigen Zentimetern Entfernung mit einer Gaspistole ins Auge. Bis heute hat der Betroffene die volle Sehkraft auf dem verletzten Auge nicht wieder erlangt.

    Mehr als ein Jahr nach dem faschistischen Übergriff, verschiedenen Versuchen den Übergriff zu entpolitisieren und der Verschleppung der Ermittlungen durch Polizei und Staatsanwaltschaft steht nun der Prozess gegen den Haupttäter an. Mit einer kraftvollen Abenddemonstration am 22. Juni an die antifaschistische Solidarität aus dem vergangenen Jahr anzuknüpfen. Damals solidarisierten sich als Reaktion auf den wohl brutalsten faschistischen Übergriff in der Region Leonberg innerhalb von nur 48 Stunden über 150 AntifaschistInnen in einer Spontandemonstration mit dem Betroffenen. Vielfältige und entschlossene antifaschistische Aktionen folgten.

    Die Region um Leonberg gilt als ein Rückzugsraum der Faschisten im Großraum Stuttgart. Bereits 2010 griffen Neonazis einen antifaschistischen Infotisch mit Flaschen und Baseballschlägern an, die Kneipen der Leonberger Altstadt dienen den Nazis häufig als Ausgangspunkt für abendliche Sauftouren und Übergriffe.
    Die Faschisten in Leonberg dürfen sich nicht länger sicher fühlen und geduldet politische GegnerInnen und Andersdenkende angreifen. Es gilt dem faschistischen Treiben entschlossenen antifaschistischen Widerstand entgegenzusetzen! Beteiligt euch an der antifaschistischen Demonstration!

  • Kundgebung gegen den faschistischen Anwalt Alexander Heinig
  • Mittwoch | 27. Juni | Stuttgart | 17 Uhr – Landgericht

    Seit Jahren betreibt Alexander Heinig, ein langjähriger Aktivist der faschistischen Szene, im Stuttgarter Osten eine Anwaltskanzlei. Heinig hat sich in der Vergangenheit in der „Blood and Honour“ Szene engagiert, war Mitglied der Naziband „Ultima Ratio“ und pflegt weiterhin engen Kontakt zum Reutlinger Nazianwalt Steffen Hammer, der ebenfalls bis in jüngste Vergangenheit in einer Rechtsrock-Band, der Gruppe „Noie Werte“, spielte. Besonders interessant sind die engen Verbindungen der beiden Anwälte zur NSU-Anwältin Schneiders, mit der sie bis kurz nach der öffentlichen Aufdeckung ihrer Verstrickungen in das rechte Terror-Netz in einem Kanzleienverband zusammenarbeiteten. Die zunehmende Gewalt der faschistischen Bewegung darf vor Gericht keine gleichgesinnte Unterstützung finden!
    Mit einer Kundgebung vor dem geschichtsträchtigen Landgericht, das schon im deutschen Faschismus Tatort einer menschenverachtenden Justiz war, rufen wir am Mittwoch, dem 27. Juni zum Protest gegen die juristische Unterstützung faschistischer Aktivitäten durch rechte Anwälte wie Alexander Heinig auf.

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    Villingen-Schwenningen

  • Rap & Punkrock gegen Rechts — Antifaschistisches Konzert in VS-Schwenningen
  • Freitag | 15. Juni | Einlass 19:30 Uhr, Beginn 20:30 Uhr – Jugendhaus Schwenningen, vor Konzertbeginn Essen gegen Spende

    Leute zusammenbringen gegen Faschismus — das ist die Idee hinter dem Konzert mit den beiden Streetpunk-Bands „Enraged Minority“ und „The Maladroits“ aus Südbaden und den Rappern von „Conscious & Ezzcape“ aus Berlin.

    Zuerst gibt es mit dem sauberen Mix aus Oi!, Hardcore-Punk, Rock‘n Roll und Ska von Enraged Minority ordentlich Grund zum Abgehen für alle Rudeboys und -girls. Die Jungs aus Schopfheim spielen regelmäßig Gigs in ganz Europa u.a. mit Bands wie Angelic Upstarts, The Oppressed oder Los Fastidios und unterbrechen ihre Vorsommerpause eigens für das Konzert in Schwenningen.

    Anschließend übernehmen The Maladroits aus Rheinfelden, ihres Zeichens ausgewiesene Fachkräfte für die Produktion von Punkrock in seiner truesten Form die Bühne. Mit ihren mal eher poppigen, mal eher 70er Old-School-Punkrock-lastigen oder garagigen Tönen lassen sie keiner Punkrockfreundin und keinem Punkrockfreund noch einen Wunsch offen.

    Nach dieser ordentlichen Portion Punkrock legen die Rapper von Conscious & Ezzcape aus Berlin los. Mit ehrlichem, direktem und facettenreichem Sprechgesang batteln sie mal den Rest von Rapdeutschland, lassen mal Alltagsfrust raus oder rappen über das Leben im und den Widerstand gegen den Kapitalismus.

    Ein runder Abend also, für jeden Geschmack was dabei. Wem bei soviel „Rap&Punkrock“ das „Gegen Rechts“ zu kurz kommt, dem- oder derjenigen sei versichert, dass neben all der antifaschistischen Musik auch entsprechende Inhalte nicht ausgespart bleiben. Ein Infostand mit umfangreichem Angebot an allem zwischen kurzen Texten und dicken Büchern sowie mit Kleidern und Accessoirs für eher praktisch Veranlagte lädt ein zum informieren, lesen und shoppen. Dazu gibt’s ja auch noch genug interessierte und engagierte Menschen mit
    denen es sich ins Gespräch kommen lässt…

  • Zeitzeugengespräch mit einer Genossin aus Villingen-Schwenningen
  • Samstag | 16. Juni | Villingen- Schwenningen – Details werden bei Anmeldung bekannt gegeben

    In den zwanziger Jahren geboren und in Villingen-Schwenningen aufgewachsen, erlebte die Genossin die faschistische Diktatur in Deutschland, den Krieg und 1945 schließlich die Befreiung davon mit. Anstatt die faschistischen Täter zu verfolgen und zu verurteilen wurde in der frisch gegründeten BRD wieder gegen Linke vorgegangen: 1956 wurde die KPD verboten. Die Zeitzeugin war damals direkt davon betroffen, denn nur wenige Jahre zuvor war sie der KPD beigetreten. Nun folgten Jahre der illegalen Organisierung und Arbeit.

    Bis heute hat sie ihre Überzeugung und den Glaube an eine bessere und gerechtere Zukunft nicht verloren. Trotz ihres mittlerweile hohen Alters ist sie immer noch politisch aktiv und regelmäßig bei antifaschistischen Veranstaltungen mit dabei.

    Die Genossin hat uns viel zu erzählen, von ihr und der Geschichte können wir vieles für den heutigen antifaschistischen Kampf lernen. Darum laden wir zu einem Zeitzeugengespräch am Samstag den 16. Juni. Los geht’s um 16 Uhr. Da die Anzahl der TeilnehmerInnen begrenzt ist bitten wir euch um Anmeldung per Mail an: akavs@tormail.org

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    Mannheim

  • Führung durch die KZ-Gedenkstätte Mannheim-Sandhofen
  • 30. Juni | Mannheim | Führung durch das KZ Mannheim-Sandhofen | 16 Uhr

    Im Rahmen der landesweiten antifaschistischen Kampagne „In die Offensive – Nazistrukturen aufdecken und bekämpfen“ veranstalten wir am 30.06.2012 eine Führung durch die KZ Gedenkstätte in Mannheim-Sandhofen.

    Im September 1944 wurde auf dem Fliegerhorst Sandhofen ein Außenlager des KZ Hinzert eingerichtet. Bis zu 180 Häftlinge mussten dort Bombentrichter einebnen, Unterstände betonieren und Schäden beseitigen. Ab September 1944 befand sich in Sandhofen außerdem eine Außenstelle des KZ Natzweiler-Struthof. Die hier untergebrachten Häftlinge, darunter über 1.000 polnische Männer und Jugendliche, die während des Warschauer Aufstands im Sommer 1944 aus ihrer Heimatstadt verschleppt worden waren, wurden als Zwangsarbeiter bei BBC, Daimler-Benz und der Heinrich Lanz AG eingesetzt, aber auch bei Aufräumarbeiten nach Bombenangriffen und beim Bunkerbau. Dies geschah mitten in einem Wohngebiet, und zwar in der damaligen Friedrichschule.

    Nach dem Weltkrieg begann zunächst eine „Kultur des Vergessens“. Bei der Einweihung der wiederaufgebauten Schule 1949 wurde die Vergangenheit nicht erwähnt. Im Rahmen von Vorermittlungen der Landesjustiz erhielt die Stadtverwaltung 1968 durch eine Anfrage offiziell Kenntnis von dem KZ, ohne dass die Öffentlichkeit informiert wurde.Bei der Übergabe einer Gedenktafel 1982 zur Erinnerung an die Häftlinge der ehemaligen KZ-Außenstelle Sandhofen kam es zu einem Eklat, als bei der Feier der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Josef Bugl mit den Worten „Das ist ein Skandal“ gemeinsam mit einem Großteil der Zuhörer unter Protest die Turnhalle der Gustav-Wiederkehr-Schule während einer Rede von CDU-Stadtrat Heinrich Kirsch verließ, in der dieser die Frage stellte „Was soll das, nach so langer Zeit?“

    Trotz vieler weiterer Proteste und Einwände beschloss der Mannheimer Gemeinderat 1987 auf Betreiben des Stadtjugendrings und des DGB die Einrichtung einer Dokumentationsstätte in den Kellerräumen der Gustav-Wiederkehr-Schule. Diese erste Gedenkstätte für eines der Natzweiler-Außenlager in Deutschland und Frankreich wurde am 12. November 1990 eröffnet.

    Wichtig für die Führung: Bitte meldet euch vorher an! Kontakt: antifaabend@juz-mannheim.de

    Beginn: 16 Uhr, weitere Informationen erhaltet ihr nach der Anmeldung per Mail oder jeden Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr im JUZ „Friedrich Dürr“ Mannheim.